Aktuelles
Apr 30
gesendet von: am in General


innovaeditor/assets/NEUE_ROEHN_Vater_Kind_Haus_0033.jpg

Die Sucht hinter sich zu lassen und neue Lebensperspektiven zu erarbeiten – das ist das gemeinsame Ziel aller Menschen, die zu uns in die Neue Rhön kommen. Viele sind Patienten. Einige sind aber auch betroffene Angehörige – und besonders viele von ihnen sind Kinder.

 

Familie hat bei uns in der Neuen Rhön eine ganz entscheidende und vielschichtige Bedeutung. Sie ist nicht der abstrakte Begriff im Therapiegespräch, sondern ein greifbarer Teil des alltäglichen Lebens bei uns. Familie hat ihren festen Platz in unserem Behandlungskonzept. Schließlich geht es in der Neuen Rhön nicht nur um das Erreichen einer Abstinenz, sondern auch um mehr und vor allem dauerhafte Lebensqualität.

 

Die Suchterkrankung als Problem eines Individuums zu betrachten, wäre fahrlässig, denn die engsten Familienmitglieder – egal ob Eltern, Geschwister, Partner oder Kinder – haben die Auswirkungen schon lange zu spüren bekommen. Gefangen in einem Alltag voller Hilflosigkeit und Verzweiflung, Wut und Mitleid wurden sie vielleicht sogar zu Helfershelfern der Sucht – oder sind in Gefahr, selbst zu erkranken.

 

Eine besonders wichtige Rolle in der Behandlung spielt der Partner der Patienten. Beziehungsprobleme können Teil oder auch Auslöser der Erkrankung sein. Sie müssen für den langfristigen Erfolg der Therapie geklärt werden. Eine gute, gesunde Partnerschaft hingegen gibt Kraft beim Weg aus der Sucht.

 

Partnerarbeit ist daher ebenfalls ein wichtiger Teil unseres Behandlungskonzepts. Sind beide Partner betroffen, können sie in der Neuen Rhön auch eine gemeinsame Therapie machen. Unser geschlechtsspezifischer Ansatz ermöglicht eine individuelle Arbeit an den eigenen Themen. Zugleich gehen die Partner den Weg aus der Sucht gemeinsam und können sich gegenseitig unterstützen.

 

Im den betroffenen Familien sind es in der Regel die Kinder, die am stärksten unter den Auswirkungen der Sucht eines oder beider Elternteil(e) leiden. Sie sind auf ihre Eltern angewiesen, können aber lange nicht verstehen, was in der Familie passiert. Für sie ist ein Neuanfang ebenso wichtig. Bis zum Alter von 12 Jahren sollten sie aber bei ihrer vertrauten Bezugsperson bleiben.

 

Zusammen mit einem Träger der freien Jugendhilfe ist uns eine professionelle und individuelle Betreuung der Kinder in der Neuen Rhön möglich. Babys, Klein- und Kindergartenkinder werden ganztags in unserer Tagesstätte betreut. Schulkinder besuchen die ortsansässigen Schulen in der Umgebung. Anschließend werden sie von Erziehern betreut, während ihre Eltern unsere Therapieangebote wahrnehmen.

 

Die Freizeit verbringen Eltern und Kinder wiederum gemeinsam. Durch besondere Angebote und angeleiteten Gruppen lernen die Eltern, langsam wieder Verantwortung für ihre Kinder zu übernehmen, liebevoll Grenzen aufzuzeigen und die Beziehung zu ihrem Kind kindgerecht und vertrauensvoll zu gestalten. Und wir stellen immer wieder fest: Einen besseren Motivator als ein glückliches Kinderlachen kann es für unsere Patientinnen und Patienten nicht geben!




Ihr Name*

eMail Adresse*

Kommentare*
You may use these HTML tags:<p> <u> <i> <b> <strong> <del> <code> <hr> <em> <ul> <li> <ol> <span> <div>

Bestätigungscode*
 
Kommentar Hinweis