Schwerpunkte der Angehörigenarbeit sind Paarseminare und zusätzliche Paar- bzw. Familiengespräche.

Die regelmäßig stattfindenden Paarseminare geben Patientinnen/Patienten und ihren Partnern Gelegenheit, sich selbst, ihre Sucht und Abhängigkeit vor dem Hintergrund der  Familiengeschichte mit ihren Ressourcen und kulturellen Wurzeln zu betrachten. Die Zeit der stationären Therapie bedeutet für das Paar (oder die Familie) eine Umbruch- und Krisensituation, besonders wenn es so scheint, dass nur einer der Partner etwas verändern will. Im Paarseminar geht es um das Erkennen von Mustern, die Süchte und Abhängigkeiten erhalten und auch um deren verdeckte positive Aspekte, weiterhin um Entwicklung von Lösungsschritten unter Berücksichtigung einer Verlangsamung der Krisendynamik, um Vermeidung eventueller Schwierigkeiten im aktiven Umsetzen von neuen Lösungskompetenzen.

Wir begegnen den zum Teil massiven Ambivalenzen für Veränderungen mit großer Wertschätzung, sind sie doch Ausdruck tiefer Loyalität, besonders der Herkunftsfamilie gegenüber. In dieser Sichtweise sehen wir gleichzeitig auch eine wirksame Rückfallprophylaxe, da Rückfälle (intuitiv – unbewusst) eine Entwicklung verlangsamen. Die Partner- und Angehörigenarbeit wird durch zusätzliche Paar- bzw. Familiengespräche vertieft.