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Jul 5
gesendet von: am in General


Die Neue Rhön ist als Fachklinik für Suchterkrankungen bereits der dritte Schritt auf dem Weg in ein Leben in Abstinenz. Die Patienten haben sich bis zu diesem Zeitpunkt im ersten Schritt auf die Therapie vorbereitet und sich im zweiten Schritt einer Entgiftung oder Entwöhnung unterzogen. Um den dritten Schritt erfolgreich zu absolvieren, ist es wichtig, dass sich die Suchtkranken ganz auf „ihre Aufgabe" in der Neuen Rhön konzentrieren können.


Möglich wird das durch ein besonderes Angebot, das Lisa-Marie Gnüchtel vom Sozialdienst so umschreibt: „Wir sind eine der wenigen Einrichtungen, in die suchtkranke Eltern auch ihre Kinder mitbringen können, die dann während der Therapiezeit gut betreut werden." Nur so können Eltern gedanklich abschalten und sich auf ihre – zu diesem Zeitpunkt – wichtigste Aufgabe fokussieren.


Die Wege der Familie trennen sich schon morgens um kurz vor 8 Uhr nach dem gemeinsamen Frühstück: Die Großen werden vom Fahrdienst in die Partnerschule gefahren, wo sie in einer Kleingruppe von einem Lehrer als feste Bezugsperson unterrichtet werden. Die Kleinen – und die Jüngsten unter ihnen sind mitunter erst ein paar Monate alt – werden auf dem Gelände in die Kinderbetreuung gebracht, wo sie unter der fachkundigen Obhut von zwei Erzieherinnen und drei bis vier Helfern stehen.


Zum gemeinsamen Mittagessen aller Kinder kommen die älteren Kinder mittags mit dem Fahrdienst von der Schule zurück. Die Jüngsten brauchen anschließend ein Schläfchen, die Schulkinder setzen sich an ihre Hausaufgaben und die restlichen Kinder bekommen etwas vorgelesen oder beschäftigen sich mit stillen Spielen. „Nachmittags steht dann immer etwas anderes auf dem Programm. Oft gehen die Kinder dann mit ihren Betreuern in den angrenzenden Wald, wo sie vielfältige Möglichkeiten haben, sich mit der Natur zu beschäftigen und ausreichend zu bewegen", erzählt Lisa-Marie Gnüchtel, die beobachtet hat, wie gut sich die älteren Kinder um die jüngeren kümmern.


„Das ist eine logische Folge ihrer Geschichte in einer Familie mit Suchterkrankung. Hier werden Kinder oft zu schnell erwachsen, weil sie nach und nach Aufgaben von den Eltern übernehmen, wenn diese nicht können." Die Sozialtherapeutin schränkt jedoch gleich ein: „Wir versuchen, ihnen diese übergroße Verantwortung hier ein Stück weit zu nehmen, damit sie auch wieder Kind sein können."


Dennoch würden, so die engagierte Expertin, die Kinder in der Neuen Rhön nicht behandelt oder therapiert. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf den Patienten, denen wir auf ihrem Therapieweg aber auch Unterstützung für das Familienleben anbieten. Wir haben zum Beispiel extra Elterngruppen, wo einmal pro Woche anderthalb Stunden lang therapeutisch-professionell Erziehungsfragen besprochen werden."


Und wenn am Freitag um 14 Uhr in der Neuen Rhön das Wochenende beginnt, dann treffen sich alle zum gemeinsamen Eltern-Kind-Spielen – eine Gelegenheit, bei der das Expertenteam noch einmal genauer auf die jeweiligen Familienbeziehungen schauen kann. Treten dabei Probleme zu Tage, die eine schnelle Lösung brauchen, bekommen die Eltern umgehend einen Hinweis.


Eine wichtige Rolle nimmt auch das Abschlussgespräch am Therapieende ein. Dabei bekommen die Eltern eine Einschätzung der Sozialtherapeuten, aber auch von Kinderbetreuung und Schule. Oft werden hier auch die nächsten Schritte besprochen, die zu unternehmen sind, damit auch die Kinder wieder in ein normales Leben ohne Sucht zurückkehren können.

 


 




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