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Nov 8
08.11.19 15:11


Bei der Therapie in unserer Fachklinik für Suchterkrankungen ist es uns besonders wichtig, dass die Patienten den Kopf frei haben. Sie sollen sich nicht um Bürokratie und Organisation kümmern müssen, wenn das den Erfolg ihrer Therapie gefährdet. Aus diesem Grund halten die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes unseren Patienten in der Neuen Rhön den Rücken frei, wenn es drauf ankommt – achten aber stets darauf, dass ihre Arbeit auch die Eigenständigkeit der Patienten fördert.


Finanzamt, Vermieter, Arbeitsamt – manche Dinge wollen geregelt werden, aber manchmal hat man verständlicherweise den Kopf einfach woanders. In diesen Situationen steht unser Sozialdienst unseren Patienten zur Seite. Wie kann man sich das Ganze vorstellen? Zunächst ermitteln unsere Mitarbeiter, staatlich anerkannte Sozialpädagogen und Sozialarbeiter, in einem Gespräch die konkreten Anliegen der Patienten. Danach werden sie in ganz verschiedenen Angelegenheiten tätig: Egal ob eine erste Kontaktaufnahme zu Behörden und Ämtern, Stellen von Anträgen oder postalischer Schriftverkehr – ...


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Okt 31



Eine stationäre Suchttherapie findet in einem fremden Umfeld statt, in dem nicht jeder sich gleich wohlfühlt – das ist ganz normal. In der Neuen Rhön tun wir unser Bestes, um unseren Patienten in unserer Fachklinik für Suchterkrankungen eine sehr hohe Lebensqualität zu bieten. Dazu gehört auch eine ausgezeichnete Küche. Dass die Leistung unserer Köche überragend ist, wird uns immer wieder von Patienten bestätigt und scheint sich auch außerhalb herumgesprochen zu haben: Wir beliefern nämlich sogar Kindergärten mit unserem leckeren Mittagessen.

Seit über einem Jahr bereits freuen sich die Kinder des Kindergartens Buchfinkenland in Michelsrombach jeden Tag auf die Leckereien, die unsere Köche gezaubert haben. Geplant oder bewusst angeboten hatten wir das Catering gar nicht – das Talent unserer Köche hatte sich bereits herumgesprochen, bei uns flatterte eine Anfrage ein und seit August 2018 liefern wir motiviert Essen nach Michelsrombach. Und das war noch nicht die ganze Geschichte: Wegen der erfolgreichen ...

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Okt 17


Unser Hirn ist 24/7 aktiv und sein Leistungsspektrum ist noch viel größer als wir denken. Suchtmittel zielen darauf ab, unseren psychologischen Zustand zu verändern. Ihre Wirkung beeinflusst damit konkret die kognitive Leistungsfähigkeit. Deshalb gehört es zum Konzept der Therapie in unserer Fachklinik, auch Training für die Hirnleistung, Konzentration und das Gedächtnis anzubieten, um die Fähigkeiten langfristig wieder zu stärken. Dabei kann man sich an einem ganz einfachen Bild orientieren: Das Gehirn ist wie ein Muskel – nur mit Training kann seine Leistungsfähigkeit erhalten werden, ohne Training wird es schwächer.

Unter dem Begriff Hirnleistung werden mehrere spezifische kognitive Fähigkeiten zusammengefasst. Dazu gehören zunächst das Arbeitsgedächtnis sowie unsere Informationsspeicher, also das Kurz- und das Langzeitgedächtnis und damit verbunden auch die individuelle Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung. Außerdem gehört dazu, inwiefern man sich auf einen oder mehrere Reize konzentrieren oder sie unterdrücken kann. Räumliches, logisches und kreatives Denken sowie unsere Flexibilität sind ebenfalls Bestandteile der Hirnleistung. ...

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Okt 9
09.10.19 10:35



Eine Sucht prägt und verändert nicht nur das Leben des Suchterkrankten selbst, sondern als logische Konsequenz auch die Leben, die im sozialen Umfeld stattfinden – sprich: Eine Abhängigkeit ist immer auch eine Belastung für jede Art von Beziehung. Freunde, Familie, Kollegen, Partner oder Partnerin. Dabei sind es oft die sozialen Kontakte, die vor, während und nach einer Therapie eine wichtige Basis zur Unterstützung sein können. Wenn Alkoholsucht und Einsamkeit einhergehen, gibt es verschiedene Hintergründe dafür – und auch verschiedene Strategien zur Bewältigung der Einsamkeit, denn einsam sein bedeutet nicht immer automatisch allein sein.
Einsamkeit ist sicherlich ein Faktor, der zu einer Sucht führen kann. Man denke an das klassische „Mut antrinken" gegen Schüchternheit und Angst, das „Frusttrinken" aus Einsamkeit heraus und um schlechte Gefühle zu verdrängen oder das Trinken aus Gruppenzwang – weil man eben eine vermeintliche Einsamkeit fürchtet. Das alles sind psychologische Phänomene, mit welchen der Mensch aus seiner ...

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Sep 26


Die Gesellschaft verändert sich: Wir werden Individualisten, wollen alle Freiheiten haben, die wir bekommen können und möglichst wenige Regulierungen. Wie wirkt sich das auf die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol, Tabak und anderen Drogen aus? Und wie entwickeln sich die tatsächlichen Zahlen zu Suchterkrankten? Stefan Werner, der leitende Arzt unserer Fachklinik für Suchterkrankungen, hat in der letzten Woche einen Fachvortrag über „gesellschaftliche Änderungen und Sucht" gehalten. Seine Erkenntnisse geben Aufschluss.

Gesellschaftliche Veränderungen im Bereich der Suchtmittel und Suchterkrankungen äußern sich in vielen Faktoren. Beispiele gibt es auch wie Sand am Meer: Nichtraucher werden vor Rauchern geschützt, ein gesunder Ernährungs- und Lebensstil ohne Alkohol und Tabak ist wieder auf dem Vormarsch und auf Zigarettenpackungen prangen Bilder, die vor den Folgen des Konsums warnen. Die Aufklärung über die Auswirkungen von Drogen hat einen so hohen Stellenwert wie nie zuvor. Gleichzeitig ist es mit Mitteln wie etwa dem Darknet noch nie einfacher gewesen, Drogen zu ...

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