Blog




Aktuell

Aug 19


Mit Koffern und Taschen kommen die Patienten an ihrem ersten Tag in unserer Fachklinik für Suchterkrankungen an. Sie alle bringen auch viel seelisches Gepäck mit. Selbst, wenn es zuerst nicht sichtbar wird – durch die langjährige Arbeit in der Neuen Rhön wissen wir: Das Päckchen ist bei einigen Menschen sehr viel größer als alle Koffer und Taschen zusammen. Diese Patienten leiden unter einer Depression, die ganz eng mit ihrer Sucht verknüpft ist.


„Oft ist die Depression schon länger da als die Suchterkrankung. Mitunter hat sie die Sucht sogar erst ausgelöst", beschreibt unsere Psychologin Kira Klüber den fatalen Zusammenhang. „Die Erkrankten haben im Laufe der Zeit gemerkt, dass sie die Symptome ihrer Depression mit einem Suchtmittel bekämpfen können. Dieser Behandlungsversuch kann aber auf Dauer nicht gelingen. Eine Depression heilt nämlich nicht einfach so." Deshalb wäre es natürlich am besten, wenn die schwere Erkrankung frühzeitig behandelt werden kann. Gelingt das nicht, gibt ...


ganzer Artikel lesen



Aug 5


 
 
Gleichberechtigung ist eine tolle Sache! In unserer Fachklinik erleben wir jedoch tagtäglich, dass suchtkranke Frauen und Männer ganz besondere – und vor allem unterschiedliche – Bedürfnisse haben, denen wir unbedingt Vorrang einräumen müssen. Dieser Anforderung können wir mit unserem geschlechtsspezifischen Therapieansatz nachkommen, der aus dem Verständnis resultiert, dass Suchtursache, Suchtmittel, Behandlungswege und Rahmenbedingungen eine Abgrenzung der Geschlechter notwendig macht.

Unsere Erfahrungen in der Fachklinik Neue Rhön decken sich dabei mit den statistischen Werten: Generell gibt es nämlich bei Frauen häufiger eine Medikamentenabhängigkeit als bei Männern. Frauen greifen dagegen seltener als Männer zu Alkohol als Seelentröster. Psychologin Kira Klüber erklärt das an einem Beispiel: „Wenn sich Männer sich gestresst fühlen, trinken sie zur Entspannung immer öfter mal ein paar Bier. Frauen fühlen sich schlecht und gehen damit zum Arzt, der Ihnen dann möglicherweise ein Beruhigungsmedikament verschreibt".
Ob aus den Tabletten gegen Schlafstörung oder dem regelmäßigen Trinken dann tatsächlich eine Sucht wird, ist von ...

ganzer Artikel lesen



Jul 24


Die meisten Menschen, die in der Neuen Rhön einen Weg aus der Suchterkrankung suchen, sind Alkoholiker. Die Fachklinik für Suchterkrankungen ist jedoch auch offen für drogenabhängige Patienten, die versuchen wollen, ihr Leben nach der Entgiftung abstinent zu führen.

„Eine Sucht ist zunächst einmal eine Sucht – ganz unabhängig vom Suchtmittel", erklärt Psychologin Kira Klüber die Ausgangssituation. Daher können Alkoholiker, Medikamentenabhängige und Drogensüchtige in der gleichen Einrichtung behandelt werden, wo sie neben den regelmäßigen Einzeltherapiegesprächen auch dieselben Basisgruppen besuchen. Viermal pro Woche stellen sie sich in ihrer geschlechtsspezifischen Gruppe unter fachlicher Anleitung eines Therapeuten ihrer Sucht.

„Welche Funktion hat das Suchtmittel für mich?" oder „Was macht die Sucht mit mir?" lauten die Fragen, die sich sowohl Alkoholiker als auch Drogenabhängige stellen müssen, um die Mechanismen der Abhängigkeit verstehen und frühzeitig unterbrechen zu lernen. „Die Situation kann für Drogenabhängige komplexer sein, da sie sich häufig mit mehr als einer Abhängigkeit auseinandersetzen und gegebenenfalls auch ...

ganzer Artikel lesen



Jul 18


„Je schwächer der Körper ist, desto mehr befiehlt er, je stärker der Körper ist, desto besser gehorcht er", schrieb einst der Philosoph Jean-Jacques Rousseau. Die enge Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele nutzt auch die Fachklinik Neue Rhön: Hier setzt man als Zusatzangebot ganz bewusst auf Bewegung und Sport – ein Bereich, der bei Suchtkranken schon sehr früh zu kurz gekommen ist. Und daran ist nicht die Sucht allein schuld …
 

Tatsächlich leben wir in einer Gesellschaft, die dazu neigt Körper, Geist und Seele voneinander zu trennen, wobei der Geist oft als der wichtigste Aspekt eines Menschen betrachtet wird. Dabei geht vielen Menschen das Gefühl dafür verloren, was ihnen und ihrem Körper gut tut. Suchtkranke Menschen erleben ihren Körper zuletzt oft nur noch als „Feind", weil er sie mit ihrem Kontrollverlust und ihren Schwächen konfrontierte.
 

„Wenn Suchtkranke zu uns in die Klinik kommen, sind sie körperlich meist in einem desolaten Zustand. Sie ...

ganzer Artikel lesen



Jul 18


Die Sucht hinter sich zu lassen und neue Lebensperspektiven zu erarbeiten – das ist das gemeinsame Ziel aller Menschen, die zu uns in die Neue Rhön kommen. Viele sind Patienten. Einige sind aber auch betroffene Angehörige – und besonders viele von ihnen sind Kinder.

 


Familie hat bei uns in der Neuen Rhön eine ganz entscheidende und vielschichtige Bedeutung. Sie ist nicht der abstrakte Begriff im Therapiegespräch, sondern ein greifbarer Teil des alltäglichen Lebens bei uns. Familie hat ihren festen Platz in unserem Behandlungskonzept. Schließlich geht es in der Neuen Rhön nicht nur um das Erreichen einer Abstinenz, sondern auch um mehr und vor allem dauerhafte Lebensqualität.

 


Die Suchterkrankung als Problem eines Individuums zu betrachten, wäre fahrlässig, denn die engsten Familienmitglieder – egal ob Eltern, Geschwister, Partner oder Kinder – haben die Auswirkungen schon lange zu spüren bekommen. Gefangen in einem Alltag voller Hilflosigkeit und Verzweiflung, Wut und Mitleid wurden sie vielleicht sogar ...


ganzer Artikel lesen