In der Neuen Rhön werden Patientinnen und Patienten mit den Diagnosen primäre Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit sowie Cannabisabhängigkeit mit dem Ziel der Abstinenz behandelt. Mehrfachabhängigkeiten der genannten Substanzen werden ebenfalls behandelt. Bestehen weitere Suchterkrankungen aus dem Bereich illegaler Drogen, können diese ebenfalls im Rahmen unseres Konzepts behandelt werden, wenn aktuell Alkohol, Medikamente, Cannabis die konsumierte Hauptsubstanz ist. Bei ausschließlicher oder primärer Abhängigkeit von illegalen Substanzen wie beispielsweise Ecstasy oder Methamphetamin (Crystal Meth) ist eine Behandlung, unter der Bedingung, dass der Patient/die Patientin sozial und beruflich noch einigermaßen integriert ist und im Setting einer reinen Drogeneinrichtung nicht passend aufgehoben ist, nach Rücksprache und eventueller Vorstellung im Hause, ebenfalls möglich. Dies gilt nicht für eine primäre oder ausschließliche Heroinabhängigkeit.
 
 
Komorbide psychische Störungen wie
• Depressionen
• bipolare affektive Störungen
• Essstörungen
• Psychosen
• Angststörungen
• Zwangsstörungen
• posttraumatische Belastungsstörungen
• Persönlichkeitsstörungen und
• kognitive Störungen
 
treten in Zusammenhang mit Suchterkrankungen gehäuft auf. Dabei können diese sowohl eine Mitursache, ein aufrechterhaltender Faktor, aber auch eine Folge der Suchterkrankung sein. Diese werden daher, sofern noch nicht geschehen, diagnostiziert und mitbehandelt. Aufgrund der jahrelangen Erfahrungen mit der Behandlung von Suchtkranken, die überwiegend zusätzliche psychische Störungen aufweisen, haben wir eine hohe Behandlungskompetenz diesbezüglich aufbauen können. Insbesondere die Erfahrungen mit den Folgen von psychischer, physischer und sexueller Gewalt überwiegend bei Frauen, aber auch bei Männern fließen in die multimodale Behandlung mit ein.
Die durch die Abhängigkeitserkrankung verursachten körperlichen Begleit- und Folgeerkrankungen, werden in Verbindung mit einer der oben genannten Diagnosen in gut entwickelter Zusammenarbeit mit  niedergelassenen Fachärzten, mitbehandelt.
Nebendiagnosen, die in der Neuen Rhön diagnostiziert werden sind vor allem:

• Chronische Lebererkrankungen, chronische alkoholtoxische Fettleber, akute alkoholtoxische Hepatitis, Leberzirrhose
• Essentielle Hypertonie
• Diabetes mellitus
• Polyneuropathien
• Gastritis und Duodenitis
• Chronische Bronchitis
• Schmerzsyndrome der Wirbelsäule
• Virushepatitiden
• Lipidstoffwechselstörungen
• Arterielle Verschlusskrankheiten
• Epilepsien
• Chronische oder akute Pankreatitiden
• Gicht
• Adipositas oder Fehlernährung
• Schlechter Zahnstatus
• Hirnatrophien
 
 
 
Kontraindikationen:

Patientinnen und Patienten mit folgenden Diagnosen bzw. Symptomen können wir nicht behandeln:
• Akute Suizidalität
• Aggressivität und Fremdgefährdung
• Akute Psychosen
• Akute Manien
• Schwere Depression
• Schwere hirnorganische Beeinträchtigungen
• Akute schwere Infektionserkrankungen (z.B. offene Tuberkulose) 
• Schwere körperliche Erkrankungen, die kontinuierliche Pflege und ärztliche Versorgung notwendig machen
• Schwerer kognitiver Abbau als Alkoholfolgeerkrankung oder sonstige Demenz
 
 
Als Besonderheit bietet die Fachklinik „Neue Rhön" die Mitaufnahme von Begleitkindern, sowohl für Mütter, als auch für Väter, als auch für Paare an.