Blog




Jul 18


„Je schwächer der Körper ist, desto mehr befiehlt er, je stärker der Körper ist, desto besser gehorcht er", schrieb einst der Philosoph Jean-Jacques Rousseau. Die enge Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele nutzt auch die Fachklinik Neue Rhön: Hier setzt man als Zusatzangebot ganz bewusst auf Bewegung und Sport – ein Bereich, der bei Suchtkranken schon sehr früh zu kurz gekommen ist. Und daran ist nicht die Sucht allein schuld …
 

Tatsächlich leben wir in einer Gesellschaft, die dazu neigt Körper, Geist und Seele voneinander zu trennen, wobei der Geist oft als der wichtigste Aspekt eines Menschen betrachtet wird. Dabei geht vielen Menschen das Gefühl dafür verloren, was ihnen und ihrem Körper gut tut. Suchtkranke Menschen erleben ihren Körper zuletzt oft nur noch als „Feind", weil er sie mit ihrem Kontrollverlust und ihren Schwächen konfrontierte.
 

„Wenn Suchtkranke zu uns in die Klinik kommen, sind sie körperlich meist in einem desolaten Zustand. Sie haben die Entgiftung hinter sich und ihr Körper ist schwach und schmerzt. Nicht selten leiden sie infolge der Sucht auch unter körperlichen, psychischen oder sozialen Beeinträchtigungen", erzählt Andreas Becker, Sporttherapeut der Fachklinik für Suchterkrankungen.
 

In der Neuen Rhön beginnt alles mit der moderaten Bewegung: Sie hilft den Patienten dabei, langsam ihre Koordination, Konzentration und Kondition zurückzuerlangen. „Das ist die Basis. Im weiteren Therapieverlauf möchten wir verschüttete sportliche Fähigkeiten und Interessen wieder aktivieren, denn Bewegung und Sport spielen auch nach dem Aufenthalt bei uns eine wichtige Rolle."
Das bewegungs- und sporttherapeutische Angebot in der Fachklinik basiert auf drei Säulen: Zunächst natürlich auf der Bewegungs- und Sporttherapie, die ein angenehmes Körpergefühl vermitteln soll. Bis es soweit ist, sind aber einige Grenzen zu überwinden. Die Experten der Neuen Rhön unterstützen hier mit gezielten medizinischen, trainings- und bewegungswissenschaftlichen sowie soziotherapeutischen Elementen.
Andreas Becker: „Bei spezifischen Indikationen erhalten Patienten auf ärztliche Verordnung als zweite Säule auch Physiotherapie. Sie sorgt bei einigen Suchtkranken erst dafür, dass sie überhaupt an der Trainingstherapie teilnehmen können." Bei orthopädischen und neurologischen Erkrankungen setzt man auf manuelle Therapie oder Krankengymnastik. Man bietet aber auch Ergometer-Training und Rückenschule an, um die körperlichen Einschränkungen zu reduzieren, beziehungsweise zu eliminieren.
„Besonders wichtig sind unsere Entspannungsverfahren, wo wir beispielsweise die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen (PMR) vermitteln", betont der Sporttherapeut. „Hierbei können suchtkranke Menschen ganz unmittelbar erleben, dass sie auch ohne Alkohol und Drogen einen Entspannungszustand erreichen können."
Möglichst nahtlos ist der Übergang von Trainingstherapie und Physiotherapie zur dritten Säule „Freizeitsport". Er ist wichtig, damit suchtkranke Menschen auch über die regelmäßigen Therapieangebote hinaus „in Bewegung" bleiben können und schlägt zugleich eine Brücke in den Alltag nach dem Aufenthalt in der Fachklinik. Beim Nordic Walking beispielsweise liegt der Fokus auf der Verbesserung der Herz-Kreislaufleistung, Ausdauer, Kondition, Stärkung des aktiven Bewegungsapparates, der Verbesserung der Koordination und des Körpergefühls. Es können jedoch auch Fahrräder ausgeliehen werden und regelmäßig treffen sich Laufgruppen, um gemeinsam die herrliche Natur rund um die Fachklinik Neue Rhön zu erkunden.



Ihr Name*

eMail Adresse*

Kommentare*
You may use these HTML tags:<p> <u> <i> <b> <strong> <del> <code> <hr> <em> <ul> <li> <ol> <span> <div>

Bestätigungscode*
 
Kommentar Hinweis




Wir bieten

- Geschlechtsspezifische Therapie
- Paartherapie
- Ergo-/Kreativ- und Arbeitstherapie
- Sporttherapie & Ernährungsberatung
- Kompetente Kinderbetreuung
- Beschulung der Begleitkinder vor Ort


Neue Rhön Flyer


Social /Netzwerken